„Mann des Schicksals“

 

Eine Komödie nach George Bernhard Shaw

 

6.10.2026

 

 

 

Italien, Ende des 19. Jahrhunderts: Ein junger Offizier namens Napoleon Bonaparte, eben erst als Sieger einer Schlacht hervorgegangen, sucht in einem unscheinbaren Wirtshaus Rast. Doch der Friede trügt. Dort erwartet ihn eine geheimnisvolle Dame – eine Frau mit scharfer Zunge und noch schärferem Verstand. Sie kennt seine Eitelkeit, seine Machtgier, seine Schwächen.

 

Aus dem flüchtigen Zusammentreffen entspinnt sich ein packendes Duell der Worte:

 

schneidend, ironisch, voll hintergründigem Humor. Für zusätzliche Komödiantik sorgen ein gewitzter Wirt und ein von sich sehr überzeugter französischer Leutnant.

 

Shaw führt seine Figuren mit meisterhafter Leichtigkeit durch die Fragen nach Macht und Schicksal, Ruhm und Verletzlichkeit. Mit „Mann des Schicksals“ gelingt dem Autor eine satirische Abrechnung mit dem Kult um Heldenfiguren.

 

 

 

 

 

„Die Trümmer der Zivilisation“

 

Schauspiel von Penelope Skinner

 

Am 26.10.2026

 

Deutsch von Katharina Pütter

 

mit Susanne PfeifferYannick ReyAnna SchindlbeckJehanne Worch

 

Penelope Skinners Dystopie »Die Trümmer der Zivilisation« ist ein Drama über menschliche Ängste und Sehnsüchte in einer bedrohten Gesellschaft. Klug und erschütternd.

 

In dieser Dystopie leben Dolores und ihr Mann Silver in einer Weltordnung, die ihnen ihren Wohlstand durch ein Stipendium sichert, gleichzeitig aber verbietet, Kinder zu bekommen – bereits der Wunsch wird sanktioniert. Bei einer Auslandsreise werden die beiden mit der ausweglosen Situation der dort Lebenden konfrontiert, und in Dolores wächst der Wunsch zu helfen. In Mara findet sie eine hilfsbedürftige Person und öffnet ihr die Tür zu ihrem Zuhause. Doch Mara trägt ein Geheimnis mit sich und wird zur Gefahr. Während der Schriftsteller Silver das Schicksal der Zugezogenen zum Stoff seines Romans macht, wächst die Verbundenheit zwischen den beiden Frauen – bis neues Leben alles ins Wanken bringt.

 

»Mich reizt an dem Stück, dass es offenlegt, wie wir unbeirrt weiterleben, obwohl wir die Folgen unseres ›Weiter so‹ längst erkannt haben. Wir wissen, dass wir uns verändern müssten – und entscheiden uns doch immer wieder für das Bequeme statt für das Richtige. Können wir aus uns selbst heraustreten? Und was wäre der Preis?« Uwe Reichwaldt

 

 

 

Wie angelt man sich einen Feministen?
Komödie von Samantha Ellis

 

7.12.2026

 

Deutsch von Silke Pfeiffer

 

Eine wunderbar leichtfüßige romantische Komödie, in der lustvoll mit allen möglichen und unmöglichen Überzeugungen gespielt wird.

 

Auf einer Kostümparty funkt es zwischen Wonderwoman und Robin Hood, alias Kate und Steve. Er ist Feminist. Sie auch, irgendwie, aber manchmal sollte ein Mann sich nehmen, was er will. Oder nicht? Aus dem Funken wird ein Feuer und Steve beginnt seinen Heiratsantrag mit einer Entschuldigung für die bis heute andauernde Unterdrückung der Frau. Als sich die Eltern in Sachen Hochzeit einschalten – bei Steve die Mutter Morag (Friedensaktivistin in Wollkleidung) und bei Kate der Vater Joe (aufgewachsen im Flüchtlingslager, alte Schule) – scheint die Katastrophe vorprogrammiert. Denn wer hätte gedacht, dass die beiden sich so gut verstehen...

 

Das Stück so: »Wie erkenne ich den Unterschied zwischen den Dingen, die ich will, aber eigentlich nicht will, den Dingen, die ich will, aber eigentlich nicht wollen sollte, und den Dingen, die ich will und auch wollen darf?«
Ich so: »Ist Liebe möglich?« Augustinus von Loë

 

 

 

Die Gewehre der Frau Carrar

 

Stück von Bertolt Brecht

 

Am 22.2.2027

 

 

 

Regie: Ingo Pfeiffer

 

Ein Stück über die Unmöglichkeit von Neutralität in kriegerischen Zeiten mit Figuren, die uns in ihrer Not berühren.

 

Teresa Carrar, Witwe eines Fischers in Andalusien, will sich und ihre beiden Söhne aus dem Spanischen Bürgerkrieg heraushalten, in dem ihr Mann Carlo umgekommen ist. Konfrontiert mit dem Ansinnen ihres Bruders Pedro, die Gewehre ihres Mannes zu erhalten, entsteht zwischen ihnen eine Diskussion über den Krieg, in der verschiedene Positionen zu Wort kommen. Teresa Carrar: »Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen.« Doch als ihr Sohn Juan als Unbeteiligter von einem vorbeifahrenden Schiff der Franco-Milizen erschossen wird, ändert sich noch einmal alles.

 

»Muss man sich wehren, wenn die Welt um uns herum in Ungerechtigkeit und Krieg versinkt? Wie viel Pazifismus bleibt übrig, wenn geliebte Menschen von den Mörder-Banden eines diktatorischen Regimes sinnlos umgebracht werden?« Ingo Pfeiffer

 

 

 

 

 

Trennung für Feiglinge (Une semaine, pas plus)

 

Komödie von Clément Michel

 

3.5.2027

 

Deutsch von Frank-Lorenz Engel

 

 

 

Regie: Jens Eulenberger

 

Eine temporeiche Komödie mit schnellen Dialogen, bissigem Humor und einem sicheren Gespür für Timing und Situationskomik.

 

Paul und Sophie sind seit einiger Zeit ein Paar und erst kürzlich in eine gemeinsame Wohnung gezogen. Sie sind glücklich. Denkt sie. Er sieht das völlig anders. Paul findet das Zusammenleben grässlich und will sich von Sophie trennen. Leider fehlt es ihm am Mumm, mit ihr Schluss zu machen. So sucht er Hilfe bei seinem besten Freund Martin. Der soll bei den beiden einziehen und sich so lange daneben benehmen, bis Sophie fordert: »Entweder er geht oder ich.« Martin ist wenig begeistert von dieser Idee, zumal er Sophie sympathisch findet. Dennoch: Es beginnt eine Ménage-à-trois der besonderen Art, die einige überraschende Wendungen nach sich zieht.

 

 

 

»Was entsteht durch eine Notlüge? Richtig.  Not. Und es gibt in einer Komödie nichts lustigeres, als Menschen die in Not geraten. Herrlich amüsant!« Jens Eulenberger